Browsed by
Monat: Mai 2014

Der blinde Fleck (Daniel Harrich)

Der blinde Fleck (Daniel Harrich)

Spannende Aufarbeitung des Oktoberfest-Attentats: [usr 3.5] Der schwerste terroristische Anschlag in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg war das Attentat auf das Münchener Oktoberfest 1980. Eine selbst gebaute Rohrbombe wurde in einem Papierkorb am Haupteingang des Oktoberfests platziert und explodierte am 26. September gegen 22:30 Uhr. 13 Menschen kamen ums Leben, mehr als 200 wurden verletzt, teilweise so schwer, dass sie Arme oder Beine verloren. Man könnte meinen, dass ein Anschlag von diesem Ausmaß nicht von einem Einzeltäter durchgeführt wird, dass…

Weiterlesen Weiterlesen

Zeit der Kannibalen (Johannes Naber)

Zeit der Kannibalen (Johannes Naber)

Erschreckende und gleichzeitig unglaublich witzige Kapitalismus-Kritik: [usr 5.0] Was früher der Kolonialismus war, wird heute euphemistisch Globalisierung genannt: Die Ausdehnung der westlichen Welt auf Kosten ärmerer Länder und vor allem ihrer Einwohner. Schickte man damals Eroberer und Missionare los, um die Ausbeutung auf gesicherte Beine zu stellen, steckt man heute High Potentials mit Prädikatsexamen in Maßanzüge, um als Berater vor Ort die Deals für die im Hintergrund bleibenden Kunden abzuschließen und damit das Weltgeschehen bleibend zu beeinflussen. Ein Traumjob, denn…

Weiterlesen Weiterlesen

Boyhood (Richard Linklater)

Boyhood (Richard Linklater)

Berührender und einzigartiger Film über Kindheit und Jugend: [usr 4.0] Denkt man an seine Kindheit und Jugend zurück, so ergibt sich keine zusammenhängende Geschichte, sondern eher ein Mosaik aus einzelnen Erinnerungen, aus Episoden und Versatzstücken. Sehr realitätsnah nähert sich der Film Boyhood dem Thema Kindheit, denn in einer Abfolge von Episoden, zwischen denen jeweils in etwa ein Jahr liegt, wird die Kindheit von Mason (Ellar Coltrane) erzählt, dessen erste einschneidende Erinnerung der Umzug mit seiner allein erziehenden Mutter Olivia (Patricia…

Weiterlesen Weiterlesen

Deutscher Filmpreis 2014 – Preisträger

Deutscher Filmpreis 2014 – Preisträger

Gerade wurde der Deutsche Filmpreis 2014 im Berliner Tempodrom verliehen. Die LOLA, wie der Filmpreis auch heißt, ist der höchstdotierte deutsche Kulturpreis. In der Kategorie „Prgrammfüllende Spielfilme“ wird er drei Mal – in Gold, Silber und Bronze – verliehen. Alle anderen Kategorien bringen nur jeweils einen Preisträger hervor. Der Ehrenpreis geht dieses Jahr an Helmut Dietl, den Regisseur von Schtonk und Rossini. Abräumer des Abends war Das finstere Tal, der in gleich acht Kategorien ausgezeichnet wurde. Der Publikumsliebling Fack ju…

Weiterlesen Weiterlesen

Fack ju Göhte (Bora Dagtekin)

Fack ju Göhte (Bora Dagtekin)

Charmante Schul-Komödie mit tollem Wortwitz: [usr 3.5] Vom Regen in die Traufe geht’s für Zeki Müller (Elyas M’Barak), oder viel mehr vom Knast direkt in die Schule. Denn als der Ex-Bankräuber nach seinen 13 abgesessenen Monate die von seiner Bekannten „sicher“ vergrabene Beute abholen möchte, steht an der von ihr in einer App gekennzeichneten Stelle eine nagelneue Schul-Turnhalle. Die gehört zur Goethe-Gesamtschule und der Weg zum Geld führt für Zeki direkt ins Büro von Schul-Direktorin Gerster (Katja Riemann). Praktischerweise ist…

Weiterlesen Weiterlesen

Finsterworld (Frauke Finsterwalder)

Finsterworld (Frauke Finsterwalder)

Träume und Erwartungen in verbundenen Geschichten: [usr 4.5] Ein ganz normaler Tag in Deutschland: Fußpfleger Claude wird auf dem Weg zu seiner Lieblingskundin im Altenheim wegen Telefonierens am Steuer angehalten, kommt aber mit einem blauen Auge bzw. einer Mini-Bestechung in Form von ein paar Tuben Fußsalbe weg, Natalie und Dominik versuchen, sich beim Geschichte-Leistungskurs-Ausflug nach Auschwitz nicht von den Klassen-Schnöseln fertig machen zu lassen, die dauer-genervte Dokumentar-Regisseurin Franziska hat eigentlich keine Lust mehr auf ihre Doku über einen zwischen Fernsehen…

Weiterlesen Weiterlesen

Nächster Halt: Fruitvale Station (Ryan Coogler)

Nächster Halt: Fruitvale Station (Ryan Coogler)

Dramatische Umsetzung einer wahren Begebenheit: [usr 3.0] In der Silvesternacht von 2008 auf 2009 kehrte der 22jährige Oscar Grant III mit seiner Freundin und mehreren Freunden vom Feiern in San Francisco zurück nach Hayward südlich von Oakland. Unterwegs mit der überfüllten Bahn des BART (Bay Area Rapid Transit, das U-Bahn-Netz der Gegend um San Francisco) geriet er in eine Auseinandersetzung mit anderen Fahrgästen. Der Bahnfahrer stoppte und rief die BART-eigene Polizei zur aktuellen Station, der Fruitvale Station. Dort wurde Oscar…

Weiterlesen Weiterlesen

Handschlag mit dem Teufel (Peter Raymont)

Handschlag mit dem Teufel (Peter Raymont)

Fesselnde und sehr persönliche Dokumentation über den Völkermord in Ruanda: [usr 4.0] Genau 20 Jahre ist es her, dass die Weltgemeinschaft den größten Genozid nach dem 2. Weltkrieg einfach geschehen ließ. Dabei lassen sich die Wurzeln des Völkermords in Ruanda, bei dem innerhalb von 100 Tagen zwischen 800.000 und 1.000.000 Tutsi und gemäßigte Hutu ermordet wurden, bis in die Anfänge der Kolonialisierung durch Belgien (und damit direkt nach Europa) zurückverfolgen, als Volkszählung, die Verteilung von Ausweispapieren und Klassifizierung der Hutu…

Weiterlesen Weiterlesen

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen